Alles, was man über Photoshops Wolken-Filter wissen muss



Unter den Render-Filtern steht in Photoshop der sogenannte Wolken-Filter zur Verfügung. Auf den ersten Blick wirkt er selbsterklärend, doch vieles ist nicht ganz offensichtlich:

  • Die Farbe der Wolken wird über die aktuelle Vorder- und Hintergrundfarbe gesteuert. Dies gilt allerdings nur für den 8-Bit-Modus. Im 16-Bit-Modus wird immer Schwarz und Weiß verwendet:



  • Klickt man den Wolkenfilter mit gedrückter Alt-Taste an, erhält man die sogenannten »angry clouds«, eine kontrastigere Variante der Wolken.
  • Beim Wolkenfilter handelt es sich um einen randomisierten Filter – er spuckt also jedes Mal ein anderes Ergebnis aus.
  • In Dokumenten größer als 30.000 x 30.000 Pixel lässt sich der Filter nicht anwenden. Diese Einschränkung trifft übrigens auf viele Filter zu.
  • Der Wolkenfilter erzeugt in einem Dokument mit den Maßen von einem Vielfachen von 128 Pixel ein nahtlos kachelbares Muster-Element.
  • Eigentlich handelt es sich bei dem Wolkenfilter um »perlin noise«, benannt nach Ken Perlin, der für diesen Algorithmus sogar einen Oscar gewonnen hat. Implementiert wurde der Filter von Mark Hamburg, Mitglied der Photoshop Hall of Fame.

All das gilt übrigens auch für den Filter »Differenzwolken«. Dieser erzeugt das selbe Ergebnis wie der Wolkenfilter, verrechnet mit der Füllmethode Differenz. Da die Füllmethode »Differenz« im Lab-Modus nicht zur Verfügung steht, fehlt dort auch der Filter.

Kommentar
Obwohl der Name suggeriert, dass man mit dem Filter Wolken erzeugen kann, würde ich ihn dafür wirklich nicht empfehlen. Es gibt unzählige Pinsel, die bessere Ergebnisse liefern. Viel nützlicher ist er als Basis für Strukturen, um Varianz in homogene Flächen zu bringen oder – wenn es wirklich sein muss – um dezenten Rauch oder Nebel zu erstellen. Aber bitte keine Wolken.


Beiden Effekten (Lichtbogen und Steinstruktur) liegt der Wolkenfilter zugrunde. Mit etwas Kreativität kann der Wolkenfilter für unendlich viele Dinge eingesetzt werden.


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